Über


 Anna-Jo Niklas

 hineingeboren in das bayrische Oberland

 zwischen Berge und Seen und dies zu Beatles Zeiten und weit 
 
 vor dem Sonntagsfahrverbot in Deutschland .

 Mir san auf der oana Seit`n  15 und auf da andan Seit`n

 25 Enkel . I bin oane von vielen und nix bsonders worn .

 Es gibt schenane und gscheitane - so ist das Leben.

 

 Ulla de Maree 

 schreibt über wahre Geschichten und Schicksalsschläge.

 Um die betroffenen Personen besser schützen zu können 

geschieht  dies in Reimform 

 

 


 

 
  

 

 

 

Alter: 52
 


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Blog

Der Tod

Der Tod

In unserer Zeit ist der Tod
nicht so wichtig wie Baguette und Brot

Technik und Lust erfüllt unser Leben
kann es nicht auch noch einen Gedanken an das Ableben geben

Man hat mächtig Stress das gute Leben zu gestalten
möchte nicht auch noch den Tod im Auge behalten

Dieses Thema ist was für Alte
ich mein gutes Leben fest im Visier noch halte

Was kann es schöneres noch geben
als mein wildes, buntes Leben

Sollen ihn erst mal die anderen erleben
braucht es für mich noch lange nicht die Gelegenheit zu geben


ist er in der Nähe und möchte bleiben stehen
muss er unbedingt erst mal zu den anderen Häusern gehen

Den Gedanken an ihn will ich tief vergraben
will ihn einfach nicht hier, bei mir haben

Will einfach nicht an ihn denken
würde damit meine gute Lebenszeit verschenken

Man lebt nur einmal und es ist wert
dies lange, frei und unbeschwert

Gäbe es ein Mittel ihn aufzuhalten
würde ich alle Mächte dieser Welt einschalten


Er blockiert unsinnigerweise mein Leben
so etwas kann es doch rechtlich gar nicht geben

Sollte der Fall jemals eintreten
wird es sich schon irgendwie ergeben

Ist es dann doch soweit
die Uhr läuft ab - in kürzester Zeit

Klopft es dann laut an der Tür
ist er es, obwohl ihn keiner sehen will hier

Wir sind zwar immer noch nicht bereit
bekommen scheinbar aber jetzt die Gelegenheit

Der Tod ist einfach nicht zu besiegen
und schon gar nicht kleinzukriegen

Er ist dominant und hat die Macht
und hat schon die unmöglichsten Dinge vollbracht

keiner will ihn jemals sehen
doch jeder muss an ihm vorbeigehen

Er hat wohl keine gute Kinderstube genossen
das Feingefühl ist ihm wie Sand durch die Hände geflossen

Meist hat er keinerlei Zeitgefühl
Ungerechtigkeit ist auch schnell im Spiel

Die Art und Weise ist auch oft schlecht gewählt
für ihn doch ein ganz anderer Gesichtspunkt zählt

Auf Wünsche und menschliches Verlangen
ist er nur sehr selten eingegangen


Nun sitzt der Schock ziemlich tief
die Vorbereitungen sind recht intensiv
Es wird geplant und alles gegeben
es ist schließlich das Finale eines ganzen menschlichen Lebens
Ist geworden würdevoll
das Begräbnis
dies sollte sein unser Ergebnis
Wir können es noch kaum fassen
musste der Angehörige uns schon verlassen

Nur selten sind wir für das Eingreifen dankbar
meist finden wir sein erscheinen furchtbar

Ist es ein abruptes Eingreifen in unser Leben
dies können wir ihm oft nicht vergeben
Doch oft wird er überschätzt in seiner Macht
denn Krankheit und Leid hat er nicht gebracht


Dies Gott oder das Schicksal so wollte
er danach nur das Ende herbeiholte

Zwar hat er im Kopf oft Flausen
Und lässt wichtige Termine dann sausen
die er müsste längst ausführen
und somit zur Erlösung führen

Kein Zweifel, es ist ein gewaltiger Schmerz
den nach dem Verlust aushalten muss - unser Herz

Würden wir früher auf das Thema eingehen
und uns die Sorgen ander Hinterbliebenen ansehen

Würden wir ihn nicht ständig verdrängen
könnte er uns mit seiner Macht nicht so einengen

Würden wir über ihn öfters mal reden
könnten wir ihm einfach etwas von seinem Zauber wohl nehmen

Es ist normal um jemanden zu trauern
und dies nicht nur hinter verschlossenen Mauern

Es ist hilfreich dabei auf Friedhöfe zu gehen
gute Gespräche mit Betroffenen könnten entstehen


Es tut gut und man kann sehen
man ist nicht alleine und bei anderen muss es auch irgendwie weitergehen

Wir dagegen in unserem menschlichen Wahn
ziehen uns schon bei dem Begräbnis eine dicke Sonnenbrille an
damit es kein Außenstehender sieht
dass es einen auch mal richtig runterzieht
Vielleicht sich der Tod noch hinter einem Grabstein herumtreibt
und mir nur kurze Zeit noch bleibt bis er mich auf seine schwarze Liste schreibt
Könnte ich mit ihm Blickkontakt vermeiden
würde er vielleicht jemand anderen erst aufschreiben
Dies wäre einfach wunderschön
müsste in meinem kurzen Leben noch so viel geschehen
Das Leben muss schnell und schrill weitergehen
es dürfen einfach keine zeitlichen Lücken entstehen
Den Verlust eines Menschen müssen wir schnell zu den Akten legen
denn zu kurz ist einfach unser eigenes Leben

Unsere Generation muss einfach wieder lernen
sich nicht so weit von der Bodenständigkeit zu entfernen

Trotz modernen Leben
muss es doch noch einen tieferen Sinn geben
Stellen wir unsere Lebensansichten weiter so dar
unser eigenes Ableben ist da stark in Gefahr
Es könnte sein dass es keinen interessiert
weil im Leben gerade Spannenderes passiert
Wir müssen unseren Kindern wieder Werte mitgeben
z.B.: Der Tod gehört zum Leben


Ulla de Maree

 









Nun ist es einfach geschehen



plötzlich musstest Du von uns gehen
Dies hätte zu dem Zeitpunkt keiner gedacht
haben wir doch mit Deinem Leid sehr viel Zeit verbracht

Von klein an haben wir es nicht anders gewusst
daher war das Leben unserer Familie sehr bewusst
Höhen und Tiefen hat es bei uns viel gegeben
das war normal in unserem Familienleben

Obwohl es unsere kleinen Kinder hatten auch nicht anders gewusst
ist Dein Heimgang für uns ein ganz großer Verlust
Das einzig Gute ist an dem Geschehen
für unsere Kleinen könnte jetzt ein ganz normales Leben weitergehen

Stark bedrückt ist unser Herz
und ganz ausgefüllt mit mächtigem Schmerz
Der Verlust ist zwar riesengroß
für unser Leben aber ist es im Moment eine enorme Chance

Viele können es vielleicht nicht verstehen
aber unser Leben soll schnell mit großer Freude weitergehen
Wir müssen gleich die Gelegenheit nutzen
könnte sein das Schicksal wird bald wieder unsere Freiheit stutzen.


Seit über sechzig Jahren muss unsere Familie mit mehreren Behinderungen leben
Mitleid hat es massenhaft gegeben
Zu Linderungen haben diese nicht geführt
Das Schicksal unserer Familie hat die Menschheit einfach tief berührt

Allen waren zwar die Hände mächtig gebunden
doch es war zu viel Leid für eine Familie
das haben die Leute empfunden
Die Gene in unserer Familie spielen einfach zu stark verrückt
dadurch ist die Chance auf ein gesundes Leben bei einigen von uns
missglückt

Dies zieht sich durch unsere Familie, wie ein roter Faden
Die Meisten von uns sind mit dem Gen geladen
Wir können nur hoffen, dass dies jetzt so bleibt
und unsere Familie nicht in neues Leiden treibt

Die Forschungen danach bleiben bestimmt nicht still
das Schicksal es meist aber einfach so will
Lange konntest Du Deinen Eltern für ihr Alter, große Hoffnung geben
Du warst da, für Deine Geschwister in ihrem eingeschränkten Leben

Wir, Deine Familie und Du sollten viel Verantwortung übernehmen
und somit Deinen Eltern viel Sicherheit für die Zukunft geben
So war es von uns Menschen geplant
das Schicksal hat aber diesen Plan nicht anerkannt

Mit gut dreißig Jahren
hast Du von Deiner eigenen Krankheit erfahren
Über ein viertel Jahrzehnt hast Du stark gekämpft
die Krankheit hat Deine Kraft aber mächtig gedämpft

Manchmal ging es auf, aber meist bergab
doch Dein Lebensmut war niemals knapp
Du hast zwar gemeistert Dein ganzes Leben
Einschränkungen hatte es dennoch zu viele gegeben

Du musstest lernen Hilfe anzunehmen
und alles an Verantwortung abzugeben
Hilfsmittel musste man Dir geben
ohne sie konntest Du Deine eingeschränkte Freiheit - nicht leben
Deine Enkelkinder haben Dir viel Freude gemacht
und Dir mit der neuen Generation viel Hoffnung gebracht
Bisher sind alle ganz Gesund
für Sorgen gibt es
momentan keinen Grund

Nur ein paar Jahre konntest Du sie genießen,
bevor Du musstest Deine Augen für immer verschließen


Ulla de Maree